Als Haus- u. Kleingärtner kann ich im Gegensatz zum Weinbauern eine moderate Zielstellung entwickeln, nämlich:
- eine gesunde und starkwüchsige Pflanze zu erziehen,
- die einen mittleren Ertrag mit guter Fruchtqualität bringt.
Mein Weinstock soll gesundes Holz haben, er kann hoch und breit wachsen, viel Laub haben, denn er soll eine tiefe, starke und gesunde Wurzel entwickeln. Das ist wichtig für Ertrag und auch für die gute Qualität in den Jahren mit viel Sonnenstunden, Hitze und Trockenheit.
Die folgenden Videos zeigen sehr gut, wie es geht mit dem Schnitt:
- junger Weinstock am Pfahl:
https://www.youtube.com/watch?v=DoQ7R-c ... sw&index=2
- älterer Weinstock an Hauswand:
https://www.youtube.com/watch?v=5viGVfU ... RllQmTMhsw
– Zum Thema Schnittzeitpunkt:
Am besten ist es bei Saftruhe, d.h. die Pflanze hat all ihre Säfte nach dem Laubfall und bei fallenden Temperaturen im November und Dezember nach unten in Stamm und Wurzel transportiert, so daß im Januar bei moderaten Temperaturen geschnitten werden kann. Die Schnittstellen können dann trocknen und die Leitungsbahnen ziehen sich zusammen. Wenn so bei steigenden Temperaturen im März/April die Säfte wieder nach oben steigen, tropfen sie nicht mehr stark aus den Schnittstellen heraus.
Wenn wir vermuten, im Februar ist schon Frühling, dann ist wohl jetzt schnellstens zu schneiden. Wie oben schon richtig formuliert, wir können nur vermuten.
Hier die Prognosen für Februar:
https://www.wetterprognose-wettervorher ... -2023.html
https://www.wetter.de/cms/winter-wetter ... 23439.html